Geschichte des Finanzamtes Gummersbach
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Geschichte des Finanzamtes Gummersbach.

Das Finanzamt Gummersbach hat seit seiner Gründung im April des Jahres 1920 bis heute eine bewegte Geschichte hinter sich. Während dieser Zeit ist das Finanzamt Gummersbach von einem kleinen Amt zu einer großen Behörde mit rd. 260 Beschäftigten herangewachsen.


Adresse (URL): http://www.finanzamt-gummersbach.de/mein_fa/geschichte/index.php


Geschichte des Finanzamtes Gummersbach


Geschichtliche Entwicklung der Steuerverwaltung bis zur Gründung der Reichsfinanzverwaltung

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fehlte es nicht nur an einer einheitlichen Steuergesetzgebung, auch die Verwaltung der verschiedenen Steuern oblag den verschiedensten Behörden der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbänden. Die bedeutendsten Abgaben waren im 19. Jahrhundert die Steuern vom Ertrag (Einkommensteuer) und Vermögen (Ergänzungssteuer), mit deren Verwaltung drei Institutionen betraut waren:

  • Voreinschätzungskommission,
  • Veranlagungskommission und
  • Berufungskommission

Die Kommissionen waren dem Regierungspräsidenten unterstellt.

 

Nach Verkündung des Gesetzes über die Errichtung der Reichsfinanzverwaltung (10.09.1919) übernahm die Aufgaben des Vorsitzenden der Veranlagungskommission zunächst ab dem 01.10.1919 das neu gegründete "Preußische Staatssteueramt Gummersbach". Es war örtlich zuständig für die Kreise Gummersbach, Wipperfürth und Waldbröl. Nach Abschluss entsprechender Vorarbeiten wurde das Staatssteueramt dann ab dem 01.04.1920 aufgelöst und das Finanzamt Gummersbach -zuständig nur noch für den Kreis Gummersbach mit den Gemeinden Bergneustadt, Drabenderhöhe, Gimborn, Gummersbach, Lieberhausen, Marienberghausen, Marienheide, Nümbrecht, Ründeroth und Wiehl- gegründet.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurden auf die Finanzämter weitere Aufgaben übertragen. Mit Zunahme der Arbeitslast und damit verbunden eine notwendige Erhöhung der Zahl der Arbeitskräfte wurde es immer dringlicher, ein eigenes Finanzamtsdienstgebäude zu errichten. Im Juli 1937 konnte ein geeignetes Grundstück in der Hindenburgstraße erworben werden. Nach dreijähriger Bauzeit konnte das Gebäude dann am 24. April 1940 bezogen werden.

Das Finanzamtsdienstgebäude war von größeren Kriegsbeschädigungen verschont geblieben, so dass der Dienstbetrieb sofort nach Kriegsende wieder aufgenommen werden konnte.

Zum 31.12.1956 wurde das Finanzamt Waldbröl aufgelöst. Das Finanzamt Gummersbach übernahm die Zuständigkeit für die Gemeinden Waldbröl, Morsbach, Denklingen und Eckenhagen.

Nachdem die Aufgaben der Finanzämter im Laufe der Jahre ständig zugenommen hatten und dadurch auch vermehrt Personal eingestellt werden musste, reichten die vorhandenen Räumlichkeiten nicht mehr aus. Im Oktober 1966 wurden Büroräume (743 qm) in der Kaiserstr.2 zunächst auf die Dauer von 10 Jahren angemietet. Dort waren Bewertungsstelle, Grunderwerbsteuerstelle, 3 Teilbezirke (heute Veranlagungsstellen) und die Betriebsprüfung untergebracht. Pläne wegen Neu- oder Erweiterungsbauten wurden weiter zurückgestellt, so dass im Mai 1972 zwei weitere Anmietungen in den Gebäuden Hindenburgstr. 43 und Blücherstr. 24 (insgesamt 553 qm) erfolgten. Untergebracht wurden dort die Betriebsprüfungsstelle (Blücherstr.) Kraftfahrzeugsteuerstelle, Prämienstelle und ein Teil des Altaktenarchivs. Bis zum endgültigen Bezug des neuen Dienstgebäudes in Gummersbach-Niederseßmar im September 1980 waren noch drei weitere Anmietungen erforderlich geworden.

Das Parkhaus, das von Anfang an Dichtigkeitsprobleme aufwies, wurde im Jahre 2007 durch ein neues Parkhaus in Stahlbauweise ersetzt. Im selben Jahr wurde der Eingangsbereich bürgerfreundlicher gestaltet.